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Donnerstag, 13. April 2017

AMY ON THE SUMMER ROAD

von Morgan Matson


Auf geht´s zu einer Tour quer durch Amerika! Nach dem Tod ihres Vaters hat Amy sich völlig zurückgezogen. Es ist nichts mehr, wie es vorher war. Die Hinterbliebenen, sprich Amy, ihre Mutter und ihr Zwillingsbruder versuchen jeweils auf ihre Art mit diesem schweren Verlust zurechtzukommen, womit Amy jedoch nicht so ganz klar kommt.

Als ob das alles nicht schon genug wäre, setzt Amys Mutter dann noch einen drauf, indem sie beschließt mit ihren Kindern neu anzufangen. Also heißt es Koffer packen und weg von Kalifornien an die Ostküste. Amy soll nachkommen, im Auto, was für sie nicht gerade mit einem Vergnügen einhergeht. Und da kommt Roger ins Spiel. Er ist ein Bekannter und in Amys Alter. Zuletzt gesehen haben sie sich als Kinder und somit kann Amy sich gar nicht mehr an ihn erinnern.

Ihre Mutter hat an alles gedacht, und für die beiden Teens sogar schon eine Reiseroute zurechtgelegt. Die langweiligste Route überhaupt. Aber was spricht dagegen, diese Route zu ändern?

Es beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch Amerika…


Aufmachung
In Bezug auf die Aufmachung hat man sich hier garantiert selbst übertroffen, denn mir persönlich ist noch nie ein so liebevoll gestaltetes Buch in die Hände gefallen.

Nicht nur das Cover ist sehr gut gelungen, sogar die einzelnen Kapitel wurden durch Fotos der Orte, die Amy und Roger besuchen, handschriftliche Vermerke aus Amys Reisetagebuch und sogar einige Listen der Lieder, die unterwegs aus dem Radio dröhnen ausgeschmückt. Dadurch bekommt der Leser sehr viel „visuellen Input“, was  ich richtig toll fand

Idee/Handlung 
Die Idee und die Handlung sind einfach super. Hinter dem traurigen Hintergrund ist es mit einem kleinen Hoffnungsschimmer verbunden. Ich wollte schon immer mal nach Amerika und mit diesem Buch, war es ein kleiner „Gedanken-Road-Trip“ für mich, den ich nicht so schnell vergessen werde.

Schreibstil & Lesetempo 
Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil, sodass sich das Buch trotz der hohen Seitenzahl sehr zügig lesen lässt.

Unterhaltungswert
Unterhalten hat mich das Buch gut, jedoch fand ich es schade, dass man immer gleich wieder von einigen der Charaktere, denen die beiden auf ihrer Reise begegnen, weggezogen wurde. Aber nun gut, die beiden Protagonisten hatten ja auch ein Zeitpensum, dass sie einhalten mussten. Dennoch hätte ich über einige Charaktere gerne mehr erfahren.

Charaktere 
Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich sehr gut gelungen, Protagonisten wie auch Nebencharaktere. Ich habe mich relativ schnell mit ihnen „angefreundet“ und konnte mich in jeden gut hineinversetzen.

Setting 
Das Setting war einfach genial.  Ich möchte hier nicht näher darauf eingehen, denn sonst würde ich glaube ich zu viel verraten.

Überraschungen
Einiges war vorhersehbar, aber mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet…

Umsetzung 
Die Umsetzung hat mich in vollem Umfang überzeugt, offen gestanden hat sie meine Erwartungen sogar übertroffen. Es ist alles gut durchdacht und der rote Faden zieht sich ohne Knoten durch das Buch.

Nachdenklichkeit 
um Nachdenken hat es mich in so weit angeregt, dass wir uns doch irgendwie alle sicher in unserem Leben fühlen und keinen Gedanken daran verschwenden, was morgen ist, dabei kann sich das Leben eines jeden von uns von heute auf morgen schlagartig ändern und das hat mir dieses Buch vor Augen geführt, zwar nichts neues, aber ich wurde noch einmal daran erinnert.

Bildungswert 
Den Bildungswert fand ich auch angemessen, man erfährt einiges über die einzelnen Bundesstaaten. Beim einen oder anderen hätte ich gern mehr erfahren, aber das war ja nicht der Tenor des Buches.

Dieses Buch ist als Jugendbuch herausgekommen. Aber mit ihm haben auch wir von der älteren Fraktion die Möglichkeit noch einmal die Unbeschwertheit eines Teenagers zu durchleben. 

Wer also z. B. eine schöne Urlaubslektüre sucht kann mit diesem hier überhaupt nichts falsch machen, ganz im Gegenteil.










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