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Samstag, 22. April 2017

English, huh?


Hallo meine Lieben,

ich bin noch fleißig dabei, diesen Blog fertigzustellen. Unter anderem muss ich noch alte Rezensionen einfügen. Da ich auch englischsprachige Bücher lese, werden diese natürlich auch von mir rezensiert.

Diese Rezensionen unterscheiden sich von den regulären jedoch darin, dass ich am Ende noch meine persönliche Meinung zum Schwierigkeitsgrat der Sprache abgebe. Das sieht dann wie folgt aus:

Anfänger. Das packst Du locker!

Fortgeschrittene. Mit Geduld und ein bisschen nachschlagen ist es zu schaffen!

Profi. Abwarten und Tee trinken. Mit noch mehr Geduld und noch mehr Nachschlagen packst Du das hier auch!

Mittwoch, 19. April 2017

ERZÄHL MIR WAS VON LIEBE

von Carina Posch

Ist es zu spät für ihre Liebe?

Zwei Welten trennen Rachel und Liam für sehr lange Zeit. Die Jahre vergehen, das Leben passiert...
20 Jahre vergebliches Ringen nach Glück verstreichen, bis sie wieder zueinander finden werden.   
[Quelle: Klappentext] 


MEINE MEINUNG
"Eve, dieser Blog ist für deine Leser, nicht für die Autoren. Du musst ehrlich sein." Das waren die Worte einer lieben Freundin, mit der ich einen ganzen Abend über die Bewertung von Büchern diskutiert habe. Auslöser dafür war dieses Buch.   

Aber wo fange ich nur bei dieser Rezension an? Ich war noch nie so zwiegespalten wie bei diesem Buch. Auf der einen Seite möchte ich dieses Buch ehrlich bewerten, auch wenn es ein Rezensionsexemplar ist. Auf der anderen Seite weiß ich selbst wie schwer es ist, ein Buch zu schreiben. Vor allem wenn noch persönliche Erfahrungen mit einfließen, kann es ein schweres Unterfangen sein. Dennoch gab es einige Punkte, die mich so dermaßen - negativ - beschäftigten, dass ich diesem Buch beim besten Willen keine so positive Bewertung geben kann.

Die Idee fand ich richtig gut, aus diesem Grund habe ich mich ja auch bei Lovelybooks für dieses Rezensions-Exemplar beworben. Anfangs hatte ich mir auch noch nichts dabei gedacht, dass ich mit den Charakteren noch nicht warm wurde, allen voran mit der Protagonistin. Als ich jedoch schon bis zu Hälfte durch war mit dem Buch, verließ mich der Mut, jemals mit Rachel in Kontakt zu treten. Leider war sie - wie auch die restlichen Charaktere - farblos. Alle hatten sehr gute Ansätze und waren schon gut ausgearbeitet, es fehlte jedoch bei jedem ein Funke an Authenzität, so dass sie mich nicht für sich einnehmen konnten. Das finde ich selbst jetzt schade, denn das Buch hat in meinen Augen sehr großes Potential und da sie sogar ein Lektorat beauftragt hat frage ich mich, wie es dennoch zu solchen Fehlern im Buch kommen konnte. Natürlich, in jedem Buch sind ab und an mal ein oder zwei Fehler, doch hier gab es teilweise Absätze, wo - meiner Meinung nach - keine von Nöten gewesen wären. Da wurde dann mal eben eine halbe Seite ausgespart und auf der nächsten dann das Kapitel fortgesetzt. Für mich macht es auch den Eindruck, dass es im Blocksatz formatiert ist, etwas das - meines Wissens - auch nicht so üblich ist. Aber ich merke gerade, dass dies nur Meckern auf hohem Niveau ist. Ich kann jedoch keine Gnade walten lassen bei Fehlern wie zum Beispiel auf  Seite 216:

"...und der Rest mit einem gutem Whiskey vergessen will, dass daheim keiner auf wartet." oder "Nun Kayla, sind Sie bist bereit?" Man möge mich nun für solch eine Aussage verfluchen, aber irgendwo hört es bei mir persönlich auf. Spätestens dem Lektorat hätte es meiner Meinung nach auffallen sollen. Ich selbst weiß, dass diese Rezension wohl auch den einen oder anderen Fehler aufweisen wird, aber es handelt sich hierbei auch nicht um ein Buch..

Meine Worte mögen hart sein, gar herablassend wirken... mag sein. Doch bin ich offen gestanden eher enttäuscht FÜR die Autorin, denn in meinen Augen wäre hier deutlich mehr drin gewesen. 



FAZIT

Aufmachung: 2/5
Idee & Handlung: 4/5
Umsetzung: 2/5
Stil: 1/5
Charaktere & Setting: 2/5
Unterhaltungswert: 3/5
Nachdenklichkeit 3/5
Überraschungen: 1/5
Bildungswert: 2/5
Lesetempo: 2/5 
INSGESAMT: 22/50


{ Vielen Dank an Lovelybooks und  Carina Posch für dieses Rezensionsexemplar }
   

Dienstag, 18. April 2017

BEAUTIFUL DISASTER

von Jamie McGuire

Wie sagte einst Dorothy aus Der Zauberer von Oz  zu ihrem Hund Toto? "We´re not in Kansas anymore." (Wir sind nicht mehr in Kansas).

Tja, selbiges gilt nun auch für Abby, die gemeinsam mit ihrer besten Freundin America - ohne Wirbelwind - aus ihrer Heimatstadt Kansas an das College der Eastern University geweht wurde um dort ihr erstes Jahr zu absolvieren. Dort begegnet sie eines Tages Travis, ein junger Mann der nicht gerade der Typ ist, der in rosa Polohemd und neckisch über die Schultern geworfenen Pullover über das Unigelände stolziert - Nein! Travis ist ein Bad Boy, wie er im Buche steht und dennoch - wie sollte es auch anders sein - fühlt Abby sich mit jeder Faser ihres Körpers - und rosa Strickjäckchen - zu ihm hingezogen. Da ist der Ärger schon vorprogrammiert, denn wie sollen zwei Menschen miteinander auskommen, wenn sie sich zum einen sehr zueinander hingezogen fühlen, aber auf der anderen Seite kurz davor sind, sich dabei zu zerstören?
MEINE MEINUNG
O.k. Bin ich jetzt im Figth Club gelandet, oder was?! Supi!!!
Das war mein Gedanke, als ich die ersten Zeilen dieses Buches las. Ich wurde wie durch einen Wirbelwind in dieses Buch gezogen und - genau wie Abby und Travis - erlebte ich das reinste Disaster...ein schönes, wohlgemerkt...

Aufmachung
Da saß ich nun mit dem Taschenbuch in der Hand und fragte mich, wer auf die Idee gekommen ist auf dem Cover einen Schmetterling in ein Glas zu sperren (also grafisch ^^). Ich meine klar, da steckt mit Sicherheit schon eine Berechnung hinter, welche jedoch wurde mir - natürlich - erst während des Lesens bewusst und ich sage nur: Toll! 
Dieser Schmetterling flattert einem bei jedem neuen Kapitel über die Seite und somit finde ich die Aufmachung dieses Buches gut gelungen. 

Idee/Handlung
Braves (?) Mädchen verliebt sich in bösen Jungen, der gern mal an Underground-Fights teilnimmt um damit sein Studium zu finanzieren. Ohne einander können sie nicht und miteinander geraten sie in einen regelrechten Sumpf der Co-Abhängigkeit. Obwohl, theoretisch gesehen hat Co-Abhängigkeit meines Wissens damit zu tun, dass jemand einen Suchtkranken, z. B. durch wegschauen, unterstützt, aber anders könnte ich die Beziehung dieser beiden ad hoc nicht beschreiben. Es ist eine "platonische Freundschaft" (wie sie immer wieder betonen) der ganz besonderen Art... 

Die Idee ist nichts neues und dennoch hat mich die Handlung dieser Geschichte vom ersten bis zum letzten Buchstaben überzeugt. Ich war  so sehr in diesem Buch gefangen, dass ich fast meine Wäsche in der Maschine vergessen hätte - ehrlich. Wenn Anka  nicht getwittert hätte, dass sie am Bügeln ist - Nicht auszudenken!!! Aber o.k. - Zurück zur Sache.

Auch die Idee in diesem Buch Underground-Fights mit einzubauen fand ich persönlich toll. Gut, da gibt es bestimmt einige, die tadelnd den Finger heben, aber mal ehrlich: Wir haben in Sachen Büchern doch nun wirklich schon fast alles gehabt, das in Bezug auf die Themenwahl ein sehr schmaler Grat ist, oder?

Die ganze Zeit hatte ich keinen blassen Schimmer, wohin dieses Buch führen wird und ich erlebte ein auf und ab, wie ich es lange nicht mehr in einem Buch erlebt habe. Es geht um Vergangenheitsbewältigung, Gerüchte, Liebe, Freundschaft - ein Wahnsinn, wieviele Themen die Autorin hier zu einer Geschichte verbunden hat! Als ich dann noch etwas über Abby´s Vergangenheit erfuhr, tja - ab dem Punkt hätte mich nichts mehr gewundert...

Es geht in diesem Buch nicht nur um eine Liebe, die wächst. Man betet hier nicht die ganze Zeit dafür, dass die beiden sich bekommen sondern dafür, dass sie beieinander bleiben...

Schreibstil 
Die Geschichte ist aus der "Ich-Perspektive" geschrieben: Super! Es war sehr flüssig, leicht und umgangssprachlich geschrieben, das hat mir gut gefallen. Es gab von der Autorin ein paar wundervolle Sätze die ich glatt mehrmals lesen musste.

Aber nun muss ich einige Dinge sagen, die weniger erfreulich sind. Ich möchte hier auch niemanden kritisieren, definitiv nicht, es sind halt nur Dinge, die mir aufgefallen sind. Ob sie nun richtig oder falsch sind, darüber lässt sich streiten, aber schließlich ist es ja auch nur meine persönliche Meinung und jeder sollte die nun folgende Bewertung des Schreibstils für sich selbst ausmachen.

Die Originalsprache dieses Buches ist Englisch, ich habe es auf Deutsch gelesen und kann somit - theoretisch gesehen - nur das bewerten, was ich auf Deutsch gelesen habe. Es ist ein Jugendbuch. Jugendliche benutzen oft umgangssprachliche Floskeln, was hier auch der Fall ist. Das war zum einen gut, da es sehr authentisch war, aber bei einigen Sachen haben sich mir echt die Nackenhaare aufgestellt. Ich bin hier ganz schön hart in Bezug auf meine Bewertung gewesen. Der Schreibstil war für mich befriedigend. Warum?

Wenn ich sehe, dass man das englische Wort "Sorority" (Studenten-Verbindung, Verbindung) nimmt, kann ich das nicht so ganz verstehen. Ich selbst bin gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und scheinbar ist das eine "Berufskrankheit", daher nehme ich mir auch die Freiheit heraus, darüber zu urteilen.

Im Englischen gibt es eine Art Sprichwort, das mir oft begegnet: "It´s kind of a bonding-thing" - soll soviel heißen wie "Das ist so eine Art Verbindungs-Ding" (Es soll zwei Menschen einander näher bringen). Ich frage mich jedoch, warum man hierfür das Wort "Bonding" benutzt hat. Man kann doch nicht davon ausgehen, dass dies jeder versteht, oder? Darüber hinaus besuchen die Studenten in diesem Buch keine VORLESUNG sondern VERANSTALTUNGEN ----- ?????? Ist das so wirklich korrekt?

Auch Sätze wie "Kann ich WAS ausrichten"..... HÄ?! Es heißt meiner Meinung nach "Kann ich ETWAS ausrichten."Auch Ausdrücke wie "Das gibt´s" oder "Wegen meines Kleids". Hat man da  das "e" auf der Tastatur nicht mehr gefunden, oder was? Bitte, ich möchte hier wirklich nicht so negativ klingen und keinen Ärger provozieren, aber meiner Meinung nach ist das ein echtes NO-GO.

Ja, ich weiß. Es ist ein Jugendbuch und Jugendliche haben ihre eigene Sprache, aber meiner Meinung nach gehört so etwas nicht in ein Buch. Ich weiß, dass ich mich in meinen Rezensionen auch sehr umgangssprachlich Ausdrücke, und mir  im Eifer des Gefechts auch viele Fehler unterlaufen aber ich finde bei einem Buch sollte so etwas nicht passieren. 

Bevor ich jetzt gleich zum nächsten Punkt komme, hoffe ich man verzeiht mir die eben angemerkten Punkte, aber wenn ich schon ein Buch rezensiere, dann bin ich dabei auch ehrlich und hebe nicht nur die Dinge hervor, die mir positiv aufgefallen sind.

Ich musste in meiner beruflichen Laufbahn schon so einige Übersetzungen machen und ich weiß, dass es ein sehr hartes Brot ist, aber ich persönlich hätte hier ein paar Sachen anders umgesetzt. Ja ich weiß, mir liegt das Original nicht vor und somit dürfte ich ja eigentlich nicht solch eine Aussage treffen, aber dennoch habe ich mich auch bei dieser Rezension darauf besinnt, alle Eindrücke zum Buch in meiner Rezension zu erwähnen. Jetzt aber mal weiter zum

Lesetempo
Notiert hatte ich dazu: Fix. Dann: Sehr fix, und anschließend: VERDAMMT FIX!

Ich habe bei diesem Buch 152 Seiten am Stück gelesen, was für mich an und für sich ein Ding der Unmöglichkeit ist, denn man hat ja irgendwo auch noch andere Dinge zu tun, als seine Nase in ein Buch zu stecken. Ich hätte an diesem Abend vermutlich noch mehr gelesen, wenn meine Nachttischlampe nicht den Geist aufgegeben hätte und habe mich an den darauffolgenden Abenden immer verflucht, wenn ich auf einmal müde wurde und das Buch beiseite legen musste. Der
Unterhaltungswert
hat bei mir eine glatte eins bekommen. Abby und Travis haben mich gut unterhalten. Sie waren humorvoll, haben mich traurig gemacht, zum Lachen gebracht und was weiß ich noch. Es wurde immer spannender, regte zum Nachdenken an und demnach kann ich hier nicht mehr viel zu sagen, als dass ich total zufrieden damit bin. Die

Charaktere
waren mir durch die Bank alle sympathisch. Jeder auf seine Art. Es blieb die ganze Zeit schön übersichtlich und man konnte auch zu dem simpelsten Charakter eine Bindung aufbauen. Man blickt nicht bei jedem von Anfang an hinter die Fassade, sondern kann nur erahnen, was sich dahinter verbirgt. Genial.
Abby ist ein Freshman, und ist somit ihr erstes Jahr auf dem College. Sie möchte ihre Vergangenheit hinter sich lassen und dort noch einmal von vorn beginnen. Aber ist sie wirklich nur das nette Mädchen im rosa Strickjäcken und den Perlenohrrigen oder hat sie eine Vergangenheit, die weniger zu dem ersten Eindruck passt, den man von ihr hat?

Sie steht auf Travis und es war ein Fest ihr dabei zuzusehen, wie sie versucht, sich das Gegenteil einzureden. Sie ist anfangs hin- und hergerissen zwischen dem Bad Boy Travis und Parker, der eher der "
Rosa-Polohemd-Fraktion" angehört, ergo ein kleiner Snob ist.

Ab und an hat sie mich echt an den Rand der Verzweiflung getrieben, weil sie nie so richtig wusste, was sie wollte. Ich meine klar sie wusste es schon, aber Verstand und Gefühl haben noch nie aufeinander gehört. Ich fand sie dennoch sehr sympathisch, genauso wie
Travis. Der Bad Boy in dieser Geschichte. Zumindest wird das von seinem Umfeld an den Leser kommuniziert. Aber hat er eine andere Wahl? Die Persönlichkeit eines Menschen setzt sich nun einmal aus dem Erlebten zusammen und nicht jeder hat das Glück von Daddy sein Studium finanziert zu bekommen.

Die Mädchen auf dem Campus umkreisen Travis, wie die Motten das Licht. Jede will ihn - keine kriegt ihn. Oder vielleicht doch? Wenn im Duden Bilder wären, hätte man neben dem Wort "
Selbstzerstörung" auch ein Bild von ihm einfügen können. Mal so daher gesagt. Er  hat mich manchmal enttäuscht, und dann im nächsten Moment wieder überrascht. Viel kann ich zu ihm leider nicht mehr sagen, da ich befürchte zu viel von der Handlung zu verraten.

Auch
 America, Shepley und Finch sind mir ans Herz gewachsen, genauso wie die restlichen Nebencharaktere.

Setting
Ich war an der Eastern University, konnte aber anhand des Buches nicht ausfindig machen in welchem Teil der Vereinigten Staaten diese Universität ansässig ist, meine aber sie ist in Philadelphia. Das ist aber auch nicht so wichtig. Das Setting fand ich sehr schön und als ich dann auf einmal mit den Charakteren in Las Vegas gelandet bin - Toll!

Es war gut gewählt und beschrieben und demnach sind wir in Bezug auf meine Rezension auch schon bei den 

Überraschungen
Tolle Momente, heiße Momente, spannende Momente, traurige Momente - hier gab es mehr Überraschungen, als auf einer Euro-Platte Überraschungseier!

Es war nur einen Hauch vorhersehbar und der Rest wurde mir beim Lesen gnadenlos entgegen geschmettert. Die

Umsetzung
war super! Ich war umgeben von einer tollen Atmosphäre, es baute sich alles super auf, bekam einen gerechten Abschluss und ich habe nichts daran auszusetzen. 

Nachdenklichkeit
- Warum redet Abby nicht so gerne über ihre Vergangenheit?
- Wie sehr können sich zwei Menschen lieben und gleichzeitig zerstören?
- Wie sehr kann ein Mensch seinem Leben im Weg stehen?
- Hat Travis´Verhalten Abby gegenüber gar schon pathologische Züge?

Soll ich wirklich ALLES erwähnen?! Meine Gedanken liefen auf Hochtouren. Das FÜR und WIDER, das die Handlung der Charaktere begleitet - ich war ständig am Überlegen, was richtig und falsch, gut oder schlecht ist. Sehr gut!

Bildungswert/Message
dieses Buches waren befriedigend. Man sollte sich nie in fremde Angelegenheiten einmischen, seine Vergangenheit nie ganz aus dem Auge verlieren, immer offen und ehrlich zueinander sein um das Disaster zu vermeiden...
Zeit für mein

FAZIT

Obwohl ich nur vier von fünf Sternen vergeben habe, ist "Beautiful Disaster" ein Buch, dass mir sehr viel Freude bereitet hat. 

Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil "Walking Disaster" der, soweit ich richtig informiert bin, am 13. August 2013 erscheint und aus der Sicht von Travis geschrieben wurde.

Eine Rezension mit positiven und negativen Anmerkung meinerseits, die sicherlich nicht nur positiven Anklang finden wird. An dieser Stelle entschuldige ich mich gerne noch einmal  für meine negativen Anmerkungen bezüglich des Schreibstils.

Letztendlich war dieses Buch "Beautiful" aber auf keinen Fall ein "Disaster".

 


 
 



   

Sonntag, 16. April 2017

DIE VERLORENEN SPUREN

von Kate Morton

Eine unheilvolle Lüge,
eine verborgenen Sehnsucht,
ein geheimes Verbrechen.

England, Greenacres Farm 1961: Während einer Familienfeier am Flussufer beobachtet die junge Laurel, wie ein Fremder das Grundstück betritt und ihre Mutter aufsucht. Kurz darauf ist der idyllische Frieden des Ortes jäh zerstört. Erst fünfzig Jahre später gesteht sich Laurel beim Anblick eines alten Fotos ein, dass sie damals Zeugin eines Verbrechens wurde. Doch was genau geschah an jenem lang zurückliegenden Sommertag?
[Quelle: Klappentext] 


MEINE MEINUNG
Nun, ich weiß es mittlerweile und bin immer noch total geflasht. Kate Morton gehört seit ihrem Debüt zu einer meiner Lieblingsautorinnen, wenn es darum geht, den Geheimnissen der Vergangenheit auf die Schliche zu kommen.
Umso enttäuschter war ich, als ich beim ersten Versuch dieses Buch zu lesen, nach ca. 100 Seiten aufgab und es frustriert beiseite legte. Ein Jahr später bekam es, wie fast jedes abgebrochene Buch in meinem Regal, eine zweite Chance und ich habe es nicht bereut. Im Gegenteil.


Ich war von Anfang an in der Geschichte gefangen. Ich saß an jenem schicksalsträchtigen Tag im Jahr 1961 neben Laurel in ihrem Baumhaus und aß – wie sie – ein Zitronen Bonbon und wurde Zeuge eines schrecklichen Verbrechens. Ein Verbrechen, das auf den ersten Blick total einleuchtend war aber schlussendlich auf den letzten Seiten noch einmal komplett umgewürftelt wurde. Kate Morton hat mir quasi einen Satz heiße Ohren verpasst, und mir die Geschichte mit Ach und Krach um die Ohren geknallt. Denn es kam alles anders, als erwartet und noch immer habe ich einen faden Beigeschmack bei dieser Tatsache, bei der auch alle Zitronenbonbons dieser Welt keine Linderung herbeiführen würden.

Die Idee und die Handlung erscheinen auf den ersten Blick wie ein 0/8/15 Abklatsch aus diesem Genre, wie wir alle schon zuhauf gelesen haben. Wer braucht das schon noch? Niemand. Und darum greife ich auch immer wieder gerne zu Kate Morton, denn sie schafft es selbst bei solchen einem Main-Stream-Schema immer wieder ihren ganz eigenen Stempel ins Buch zu brennen. So auch dieses Mal.

Somit hat mich auch die Umsetzung vollends überzeugt. Der Stil ist locker und leicht, eigentlich nichts Besonderes. Aber die Tatsache, dass wir hier auch ab und an in die 40er Jahre reisen und somit auch eine andere Ausdrucksweise angeschlagen wird, ist auch der Stil positiv zu bewerten.
Die Charaktere und das Setting waren sehr bildhaft und authentisch gezeichnet. Ich habe - vor allem gegen Ende hin – mit ihnen gelitten und mit Laurel im Dreck der Vergangenheit gewühlt.

Der Unterhaltungswert zog sich am Anfang sehr dahin, daher hatte ich es beim ersten Versuch ja auch abgebrochen. Dennoch bin ich froh, es noch einmal versucht zu haben und bin trotz einiger langatmiger Stellen sehr zügig vorangekommen, wenn man bedenkt, dass dieses Buch an die 600 Seiten hat. Vor allem durch die ganzen Überraschungen und Wendungen auf den letzten Seiten konnte ich es beim besten Willen nicht mehr aus der Hand legen und ich verwette eine Tüte Zitronenbonbons darauf, dass es euch genauso ergehen wird...


FAZIT

Aufmachung: 3/5
Idee & Handlung: 3/5
Umsetzung: 4/5
Stil: 4/5
Charaktere & Setting: 4/5
Unterhaltungswert: 4/5
Nachdenklichkeit 3/5
Überraschungen: 5/5
Bildungswert: 4/5
Lesetempo: 4/5 
INSGESAMT: 38/50

 


 
 



   

Donnerstag, 13. April 2017

AMY ON THE SUMMER ROAD

von Morgan Matson


Auf geht´s zu einer Tour quer durch Amerika! Nach dem Tod ihres Vaters hat Amy sich völlig zurückgezogen. Es ist nichts mehr, wie es vorher war. Die Hinterbliebenen, sprich Amy, ihre Mutter und ihr Zwillingsbruder versuchen jeweils auf ihre Art mit diesem schweren Verlust zurechtzukommen, womit Amy jedoch nicht so ganz klar kommt.

Als ob das alles nicht schon genug wäre, setzt Amys Mutter dann noch einen drauf, indem sie beschließt mit ihren Kindern neu anzufangen. Also heißt es Koffer packen und weg von Kalifornien an die Ostküste. Amy soll nachkommen, im Auto, was für sie nicht gerade mit einem Vergnügen einhergeht. Und da kommt Roger ins Spiel. Er ist ein Bekannter und in Amys Alter. Zuletzt gesehen haben sie sich als Kinder und somit kann Amy sich gar nicht mehr an ihn erinnern.

Ihre Mutter hat an alles gedacht, und für die beiden Teens sogar schon eine Reiseroute zurechtgelegt. Die langweiligste Route überhaupt. Aber was spricht dagegen, diese Route zu ändern?

Es beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch Amerika…


Aufmachung
In Bezug auf die Aufmachung hat man sich hier garantiert selbst übertroffen, denn mir persönlich ist noch nie ein so liebevoll gestaltetes Buch in die Hände gefallen.

Nicht nur das Cover ist sehr gut gelungen, sogar die einzelnen Kapitel wurden durch Fotos der Orte, die Amy und Roger besuchen, handschriftliche Vermerke aus Amys Reisetagebuch und sogar einige Listen der Lieder, die unterwegs aus dem Radio dröhnen ausgeschmückt. Dadurch bekommt der Leser sehr viel „visuellen Input“, was  ich richtig toll fand

Idee/Handlung 
Die Idee und die Handlung sind einfach super. Hinter dem traurigen Hintergrund ist es mit einem kleinen Hoffnungsschimmer verbunden. Ich wollte schon immer mal nach Amerika und mit diesem Buch, war es ein kleiner „Gedanken-Road-Trip“ für mich, den ich nicht so schnell vergessen werde.

Schreibstil & Lesetempo 
Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil, sodass sich das Buch trotz der hohen Seitenzahl sehr zügig lesen lässt.

Unterhaltungswert
Unterhalten hat mich das Buch gut, jedoch fand ich es schade, dass man immer gleich wieder von einigen der Charaktere, denen die beiden auf ihrer Reise begegnen, weggezogen wurde. Aber nun gut, die beiden Protagonisten hatten ja auch ein Zeitpensum, dass sie einhalten mussten. Dennoch hätte ich über einige Charaktere gerne mehr erfahren.

Charaktere 
Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich sehr gut gelungen, Protagonisten wie auch Nebencharaktere. Ich habe mich relativ schnell mit ihnen „angefreundet“ und konnte mich in jeden gut hineinversetzen.

Setting 
Das Setting war einfach genial.  Ich möchte hier nicht näher darauf eingehen, denn sonst würde ich glaube ich zu viel verraten.

Überraschungen
Einiges war vorhersehbar, aber mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet…

Umsetzung 
Die Umsetzung hat mich in vollem Umfang überzeugt, offen gestanden hat sie meine Erwartungen sogar übertroffen. Es ist alles gut durchdacht und der rote Faden zieht sich ohne Knoten durch das Buch.

Nachdenklichkeit 
um Nachdenken hat es mich in so weit angeregt, dass wir uns doch irgendwie alle sicher in unserem Leben fühlen und keinen Gedanken daran verschwenden, was morgen ist, dabei kann sich das Leben eines jeden von uns von heute auf morgen schlagartig ändern und das hat mir dieses Buch vor Augen geführt, zwar nichts neues, aber ich wurde noch einmal daran erinnert.

Bildungswert 
Den Bildungswert fand ich auch angemessen, man erfährt einiges über die einzelnen Bundesstaaten. Beim einen oder anderen hätte ich gern mehr erfahren, aber das war ja nicht der Tenor des Buches.

Dieses Buch ist als Jugendbuch herausgekommen. Aber mit ihm haben auch wir von der älteren Fraktion die Möglichkeit noch einmal die Unbeschwertheit eines Teenagers zu durchleben. 

Wer also z. B. eine schöne Urlaubslektüre sucht kann mit diesem hier überhaupt nichts falsch machen, ganz im Gegenteil.










80 DAYS - DIE FARBE DER LUST

von Vina Jackson



Eine arme, kleine Geigerin spielt sich in der Londoner U-Bahn die Finger blutig, bis sie auf einen Typen trifft, der in sexueller Hinsicht ganz besondere Töne anschlägt...

Ich habe diesem Buch nun seit Anfang Mai eine Chance gegeben und was war das Resultat? Eine absolute Leseflaute. Nach »Silver Linings« wollte ich nicht schon wieder ein Buch auf den letzten Metern abbrechen, aber bei diesem hier hatte ich dann doch keine andere Wahl...

Aufmachung
Sie deutet ganz unmissverständlich auf das Genre hin. Mich persönlich spricht sie nicht besonders an, aber Blumen auf dem Cover haben ja schon bei anderen Büchern gut funktioniert.

Idee/Handlung 
Die Idee macht neugierig und ich war anfangs sehr gespannt, was mich bei diesem Buch erwarten würde. Auch diese Reihe wurde - mal wieder - mit Shades of Grey verglichen - was heißt verglichen, auf dem Buchrücken heißt es "Wenn sie SoG mochten, werden sie 80 Days lieben...."  

Ähm....NEIN! Sorry, aber das kann ich nun ganz und gar nicht behaupten. Meine Meinung ist, dass man diese beiden Bücher ganz und gar nicht miteinander vergleichen kann, denn bei SoG gab es noch etwas wie einen Sub-Plot und man musste auch ein bisschen nachdenken.

Hier war ich die ganze Zeit Zeuge irgendwelcher Handlungen, die mir nach den ersten 50 Seiten nur noch auf die Nerven gingen. Klar es ist ein Erotik-Buch und da kommt so etwas auch ab und an vor, aber das brauch ich nicht auf jeder Seite...

Die Handlung baute sich anfangs gut auf, das war mein erster Eindruck aber irgendwie ist die Geschichte bis Seite 267 (wo ich dann endgültig abbrach) nur soweit in die Gänge gekommen, dass ich genauso schlau war, wie auf Seite eins.

Schreibstil 
Da wurde es interessant verwirrend, denn dieses Buch wurde aus zwei Sichtweisen geschrieben, einmal aus Summers (in der "Ich-Version") und einmal aus Dominiks (aus Sicht des "Allwissenden Erzählers").

Ich möchte hier natürlich keine falsche Behauptung aufstellen, lustig fand ich nur das - und ich vergleiche jetzt mal wieder mit SoG, denn auch bei diesem Buch wird man ja auf dem Buchrücken regelrecht darum gebeten - man wohl bei diesem Buch versucht hat das auzusbessern, was sich Anhänger von SoG gewünscht haben: Beide Sichten der Protagonsiten durchleuchten, damit man beide verstehen kann.

Ja, wäre auch supi gewesen, hätte man es dann auch in die Tat umgesetzt, oder?

Lesetempo 
Die ersten 91 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen, verzweifelt auf der Suche nach dem Sinn der Handlung. Danach bin ich in eine regelrechte Leseflaute gefallen und wenn ich die Wahl zwischen diesem Buch und der Gebrauchsanleitung meines DVD-Players als Bett-Lektüre gehabt hätte wäre die Entscheidung  mit Sicherheit auf letztere Option gefallen....

Unterhaltungswert 
Bitte was? Den Punkt lasse ich mal ganz aus und gehe über zur Rubrik 

Charaktere 
Nach 100 Seiten waren mir die Charaktere immer noch zu platt und diese traurige Tatsache hat sich auch nach 200 Seiten nicht geändert...Mangelhaft...

Setting 
London. Es war sehr detailreich geschrieben und gut gewählt und - ja das war es auch schon...Meiner Meinung nach hätte man sich hier nicht solange mit der Ausarbeitung befassen sollen und diese Energie eher auf die Charaktere verwenden sollen.

Überraschungen 
Überrascht hat mich hier nur, wie lange ich dem Buch eine Chance gegeben habe...

Umsetzung 
Mangelhaft. Gute Ansätze aber die sind dann irgendwo zwischen Folterkammer und Geigenspielen verloren gegangen.

Nachdenklichkeit & Bildungswert 
spare ich mir. Oder Moment! Ich habe durch dieses Buch gelernt, dass ich mich von Büchern, die mir versprechen besser als SoG zu sein, in Zukunft die Finger lassen werde...

 Was soll ich hier noch als Fazit schreiben? Mir fällt beim besten Willen nichts mehr ein.

Anmerkung: Ich möchte mit dieser Rezension niemandem zu nahe treten, kritisieren und erst recht nicht beeinflussen oder gar vom Kauf des Buches abraten. Ich finde es halt nur fair, nicht nur zu begründen, warum ich ein Buch toll fand, sondern auch, wenn es mal nicht so war...